Geschichte der Schule

Im Jahr 1975 er√∂ffnete die Realschule Philippsburg in den R√§umen des Gymnasiums ihren Unterrichtsbetrieb mit 55 Sch√ľlern. Erst am 17.12.1977 konnte der heutige Altbau mit 10 Klassenzimmern in Betrieb genommen werden.

Da die Zahl der Sch√ľler rasch anstieg (1980 waren es bereits nahezu 500 Sch√ľler), kam es bald zu r√§umlichen Engp√§ssen, Wanderklassen waren die Regel, da keine Klasse √ľber ein eigenes Klassenzimmer verf√ľgte. Der Werkraum wurde ins Gymnasium ausgelagert und auch in der Stadtbibliothek wurden provisorische Unterrichtsr√§ume geschaffen.

Am 21.03.1987 wurde dann gleich doppelt gefeiert:
Der Erweiterungstrakt wurde eingeweiht und die Schule erhielt ihren Namen nach dem ersten Kanzler der Bundesrepublik, Konrad Adenauer.



Konrad Hermann Joseph Adenauer
(*5. Januar 1876 in Köln; † 19. April 1967 in Rhöndorf, Stadtteil von Bad Honnef; eigentlich Conrad Hermann Joseph Adenauer) war von 1949 bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und von 1951 bis 1955 zugleich erster Bundesminister des Auswärtigen.

Bereits im Kaiserreich und in der Weimarer Republik absolvierte Adenauer, ein studierter Jurist, eine vielbeachtete politische Karriere: als Mitglied der katholischen Zentrumspartei geh√∂rte er dem Preu√üischen Herrenhaus an, war Oberb√ľrgermeister von K√∂ln und verteidigte als Pr√§sident des preu√üischen Staatsrats energisch die Interessen des Rheinlandes, dem er zeitlebens eng verbunden blieb. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er seiner √Ąmter enthoben und war zeitweise inhaftiert. Adenauer geh√∂rte zu den Begr√ľndern der CDU, deren Parteichef er von der Gr√ľndung bis 1966 war. Als Pr√§sident des Parlamentarischen Rates wie als erster Bundeskanzler und Au√üenminister der Bundesrepublik Deutschland pr√§gte er eine ganze √Ąra. Der zum Amtsantritt bereits 73-j√§hrige setzte Bonn als Bundeshauptstadt durch, stand f√ľr eine Politik der Westbindung und der Europ√§ischen Einigung und eine aktive Rolle der Bundesrepublik in der NATO. Adenauer stand wirtschaftspolitisch f√ľr das System der Sozialen Marktwirtschaft. Er verfolgte einen antikommunistischen Kurs im Inland wie gegen√ľber der Sowjetunion und deren Satellitenstaaten.¬†Vor der Unterzeichnung der Pariser Vertr√§ge 1952 sagte Konrad-Adenauer:" Wir stehen vor der Wahl zwischen Sklaverei und Freiheit. Wir w√§hlen die Freiheit!"


MdB Klaus B√ľhler machte in seiner Festrede Lebensweg und Bedeutung des gro√üen Staatsmannes f√ľr die deutsche Nachkriegsgeschichte deutlich und verwies auf die Verpflichtung dieser Namenswahl.

Der damalige B√ľrgermeister D√ľrrschnabel √ľbergab den symbolischen Schulschl√ľssel an Realschulrektor Helmut G√§ngel. Der vollunterkellerte, erdgeschossige neue Anbau wurde mittels einer verglasten Br√ľcke an der Ostseite des Altbaus angeh√§ngt. Bis heute zeugt der Schlussstein zwischen Alt- und Neubau von dieser Einweihungsfeier, die durch musikalische Darbietungen der Sch√ľler bereichert wurde. In diesen Stein ist eine versiegelte Kassette eingelassen mit Zeitschriften, einem Softwarepaket, einer Urkunde der Stadt Philippsburg und anderen Zeitdokumenten f√ľr die Nachwelt.

Mit der erweiterten Konrad-Adenauer-Realschule pr√§sentierte sich nach einer fast zehnj√§hrigen Baugeschichte der zahlreich erschienenen Bev√∂lkerung eine gro√üz√ľgige, freundliche Bildungsst√§tte, in der alle Voraussetzungen f√ľr eine erfolgreiche Erziehung und Bildung junger Menschen gegeben sind.