Ein aktueller Bericht des Nachrichtenmagazins FOCUS online zieht nach einem heißen Wochenende eine traurige Bilanz: Bundesweit ertranken innerhalb kürzester Zeit mindestens 26 Menschen beim Baden. Experten betonen dabei immer wieder zwei Hauptursachen: Leichtsinn und mangelnde Schwimmkompetenz. Besonders bei jungen Menschen führt Selbstüberschätzung (zum Beispiel das Hineinspringen in unbekannte, strömungsreiche oder eiskalte Gewässer) viel zu oft zu tragischen Unfällen.

https://www.focus.de/gesundheit/news/bei-jungen-maennern-ist-uebermut-leider-weit-verbreitet_ef5b17ed-2c49-49ec-b525-15b35e736f9f.html

Der gefährliche Trend: Immer mehr Nichtschwimmer

Diese Nachrichten müssen uns als Schulgemeinschaft ein dringender Weckruf sein. Statistiken zeigen seit Jahren einen besorgniserregenden Trend: Die Zahl der Nichtschwimmer an deutschen Schulen steigt kontinuierlich an. Unsere Sportlehrer benötigen dafür keine Statistiken, dafür sind sie ausgebildet worden! Im täglichen Schwimmbetrieb sehen sie immer mehr Schüler und Schülerinnen, die lieber krank sind oder ihre Sportsachen vergessen, anstatt an dieser überlebenswichtigen Fähigkeit zu arbeiten. Wir können nur anbieten und warnen - für die Folgen werden Sie und Ihre Kinder irgendwann selbst die Verantwortung tragen müssen.

Viele Kinder verlassen die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Oft reicht es gerade noch für das „Seepferdchen“ – doch das ist nur eine erste Orientierung im Wasser und kein Nachweis dafür, dass man auch in tiefem Wasser oder bei Erschöpfung sicher ist. Wenn diese Kinder älter werden, steigt die Gefahr: Im Jugendalter trifft die mangelnde Schwimmpraxis dann auf Gruppenzwang, Abenteuerlust und Leichtsinn. Das ist eine lebensgefährliche Kombination. Erstmal. Wenn dann noch Alkohol im jungen Erwachsenenalter dazukommt endet es oft tödlich.

Schwimmunterricht ist kein Luxus, sondern überlebenswichtig!

Als Schule sind wir fest davon überzeugt: Schwimmen ist kein normales Schulfach oder reines Hobby – es ist eine elementare Überlebensfähigkeit.

  • Sicherheit geht vor: Schwimmunterricht sorgt für Chancengleichheit. Hier lernt jedes Kind – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern – sich im Wasser sicher zu bewegen, Gefahren richtig einzuschätzen und im Notfall richtig zu reagieren.

  • Gemeinsam stark: Wer sicher schwimmt, schützt nicht nur sich selbst, sondern kann im Ernstfall auch anderen helfen oder Gefahren schneller erkennen.

  • Fit für die Freizeit: Ob Klassenfahrten ans Wasser, Ausflüge ins Freibad oder der Urlaub mit der Familie – sicheres Schwimmen ist das Fundament für eine unbeschwerte und glückliche Freizeit.

Unser Appell an alle

Wir als Schule setzen alles daran, den Schwimmunterricht im Rahmen unserer Möglichkeiten bestmöglich zu fördern. Aber wir brauchen auch Sie, liebe Eltern! Bitte unterstützen Sie Ihre Kinder dabei, das Schwimmen zu lernen und dranzubleiben. Gehen Sie gemeinsam zum Baden, festigen Sie das Gelernte und motivieren Sie Ihre Kinder dazu, die höheren Schwimmabzeichen (Bronze, Silber, Gold) zu machen.

An alle Schülerinnen und Schüler: Habt Spaß im Wasser, aber bleibt wachsam! Überschätzt euch nicht und achtet aufeinander.

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass unsere Schule sicher und fit für den Sommer bleibt!