ÔÇ×Dieses war der erste StreichÔÇŽ.ÔÇť ÔÇô Max und Moritz als Theaterst├╝ck im Staatstheater Karlsruhe

Am Freitagvormittag machten sich knapp 85 Kinder aus der 5. Klasse mit ihren Deutschlehrerinnen und weiteren Begleitpersonen auf nach Karlsruhe. Da die Zeit gut kalkuliert und das Wetter trocken und nicht zu kalt war, ging es vom Hauptbahnhof aus zu Fu├č im G├Ąnsemarsch am Zoo vorbei zum Badischen Staatstheater. Dort lief bereits die fr├╝here Vorstellung des Tages und so musste drau├čen noch bei Vesper und Spiel gewartet werden, bevor es in das riesige Geb├Ąude ging. Da die Kindervorstellung aber im sogenannten ÔÇ×Kleinen HausÔÇť gespielt wurde, war es innen drin dann doch nicht so beeindruckend.

 

Das St├╝ck ging 70 Minuten lang und behandelt die gro├čen und kleinen Streiche der Lausbuben Max und Moritz, wobei Max von einer Frau dargestellt wurde und Moritz nat├╝rlich auch ein erwachsener Schauspieler war. Das B├╝hnenbild war einfach, kam bei den Sch├╝lern aber gut an, ebenso die Kost├╝me der Darsteller. Geteilter Meinung waren sich die Sch├╝ler bei den Liedern: Einige Jungen finden Lieder generell ├Ątzend oder sind der Meinung, dass das St├╝ck dadurch unn├Âtig in die L├Ąnge gezogen wurde, andere Sch├╝ler fanden gerade die Musikst├╝cke toll. Jedenfalls mussten alle neidlos anerkennen, dass die Schauspieler ganz sch├Ân viel Text auswendig aufsagen k├Ânnen und gut zu verstehen waren. Nur f├╝r die Musik und den Gesang gab es Mikrofone. Wer bei den Liedtexten gut aufpasste, bekam auch mit, dass die Kinder Max und Moritz gar nicht aus Bosheit oder Langeweile die ganzen Streiche veranstalteten, sondern eher als ÔÇ×Fridays for futureÔÇť- Aktivisten unterwegs waren. Aber das nur am Rande, denn das haben wahrscheinlich die wenigsten Sch├╝ler verstanden, zumal die Realsch├╝ler aus Philippsburg an diesem Tag die ├Ąltesten Zuschauer waren, von den begleitenden Lehrern mal abgesehen.

Der Applaus der Kinder war aber ehrlich und viele Sch├╝ler w├╝rden auch gerne noch mal ins Theater gehen. Nur einzelne sagten ganz offen, dass es zumindest besser gewesen sei als Matheunterricht zu haben. Immerhin auch eine Meinung! Zur├╝ck ging es wieder mit dem Zug, diesmal mit einmal Umsteigen, und um 14 Uhr waren alle wieder in Philippsburg und konnten am Wochenende ├╝ber den Ausflug einen Aufsatz schreiben!